IMEI und Seriennummer: warum Einzelverfolgung zählt
Der Unterschied zwischen „wir haben 200 Geräte übergeben" und „Gerät 143 wurde am 12. Mai gelöscht" entscheidet mehr Fragen, als man denkt.
Wissen / Gerätemanagement
Gerätemanagement
Ein Gerät auspacken, einschalten, anmelden, arbeiten. Was dazu nötig ist — und warum es auch für aufbereitete Geräte funktioniert.
Der Idealfall der Gerätebereitstellung: Das Paket geht direkt an den Arbeitsplatz, der Mitarbeiter schaltet ein, meldet sich an, und alles ist da — Profile, Mail, WLAN, Anwendungen. Kein Techniker fasst das Gerät an. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern Standard, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind.
1. Das Gerät ist der Organisation zugeordnet. Im Herstellerprogramm muss das Gerät auf Ihre Organisation registriert sein. Bei Neugeräten übernimmt das der Händler, wenn er es kann und wenn man ihn darum bittet. Beides ist nicht selbstverständlich — fragen Sie vor der Bestellung.
2. Das Verwaltungssystem ist verbunden und weiß, welche Konfiguration ein neu auftauchendes Gerät erhalten soll.
3. Die Konfiguration ist vollständig. Der häufigste Stolperstein: Ein Zertifikat oder eine Anwendung fehlt, und der Mitarbeiter sitzt mit einem halbfertigen Gerät da. Das ist schlimmer als eine manuelle Einrichtung, weil niemand daneben steht.
Es funktioniert genauso — mit einer Bedingung: Das Gerät muss frei von der Zuordnung des Vorbesitzers sein. Ein Gerät, das noch in einer fremden Organisation registriert ist, kann nicht in Ihre aufgenommen werden. Deshalb ist die Freigabe beim Vorbesitzer nicht nur eine Wertfrage, sondern die technische Voraussetzung für Ihren eigenen Rollout.
Beim Einkauf gebrauchter Geräte gehört deshalb eine Frage in die Bestellung: Sind die Geräte nachweislich aus allen Geräteverwaltungen und Herstellerprogrammen entlassen? Ein Anbieter mit ordentlicher Eingangsprüfung kann das zusichern, weil er es prüft, bevor er ein Gerät annimmt.
Die Einrichtung kostet ein bis zwei Tage, wenn die Grundlagen stehen, und deutlich mehr, wenn erst Konten, Zertifikate und Lizenzen sortiert werden müssen. Der Aufwand rechnet sich ab etwa dreißig Geräten und wird ab hundert zwingend. Darunter kann manuelle Einrichtung wirtschaftlich vertretbar sein — aber die Freigabe beim Abgang bleibt auch dann Pflicht.
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