Trade-In
Die neue Flotte finanziert sich zum Teil selbst
Beim Flottenwechsel entstehen zwei Vorgänge, die meist getrennt laufen: die Beschaffung und die Entsorgung. Beim Trade-In laufen sie zusammen. Wir bewerten die Altgeräte, bevor die neuen ausgerollt werden, binden den Preis und verrechnen den Restwert gegen die Anschaffung.
Der Unterschied
Trade-In ist nicht dasselbe wie Ankauf
Beides endet damit, dass wir Ihre Altgeräte übernehmen. Der Unterschied liegt im Zeitpunkt und in der Bindung.
| Ankauf | Trade-In | |
|---|---|---|
| Auslöser | Geräte sind schon außer Betrieb | Neubeschaffung ist beschlossen, Geräte laufen noch |
| Bewertung | nach Eingang der Geräte | vorab, auf Basis Ihrer Bestandsliste |
| Preis | tagesaktuell zum Zeitpunkt der Abholung | gebunden bis zum vereinbarten Rollout-Termin |
| Ablauf | ein Vorgang | zwei Wellen: Bewertung vorher, Rücklauf nach dem Rollout |
| Passt, wenn | der Schrank voll ist und Platz gebraucht wird | Sie den Restwert in die Investitionsrechnung aufnehmen wollen |
Der Prozess
Sieben Schritte, zwei Wellen
Der Rollout darf nicht auf uns warten, und die Mitarbeiter dürfen nicht ohne Gerät dastehen. Deshalb ist der Ablauf so gebaut, dass Alt und Neu sich überlappen.
Bestandsliste
Sie liefern Modelle, Speichergrößen und Stückzahlen — aus dem MDM meist in Minuten exportiert.
Bewertung
Wir bewerten je Modell in zwei Zustandsannahmen und nennen eine Spanne.
Preisbindung
Sie erhalten ein Angebot mit Gültigkeitsdatum, abgestimmt auf Ihren Rollout-Termin.
Vorbereitung
Wir stimmen ab, wie abgemeldet wird: MDM, Business Manager, Konten, SIM.
Rollout
Ihre Mitarbeiter erhalten die neuen Geräte. Die Altgeräte gehen in den Rücklauf.
Rücklauf
Abholung an einem Termin oder gestaffelt je Standort, mit Zählprotokoll.
Verrechnung
Gutschrift je Gerät. Abweichungen von der Annahme werden einzeln ausgewiesen.
Fakten
Was Sie über Restwerte wissen sollten
Vier Zusammenhänge, die in der Praxis über den Erlös entscheiden — unabhängig davon, mit wem Sie den Tausch machen.
Zeit ist der größte Hebel
Gebrauchte Smartphones verlieren nach dem Erscheinen des Nachfolgemodells am schnellsten an Wert. Ein Tausch, der ein Quartal später stattfindet, bringt spürbar weniger — ohne dass sich am Gerät etwas geändert hat.
Sperren vernichten Wert
Ein Gerät, das noch im Apple Business Manager oder in einem MDM hängt, ist im Zweitmarkt nahezu unverkäuflich. Das ist der häufigste und teuerste Fehler beim Flottenwechsel — und vollständig vermeidbar.
Gleichteile bringen mehr
Fünfzig identische Geräte lassen sich anders kalkulieren als fünfzig verschiedene. Wer beim Einkauf auf wenige Varianten setzt, verbessert schon damit den späteren Restwert.
Vollständigkeit zählt in Menge
Einzeln sind Netzteil, Stift oder Dock kleine Beträge. Über eine ganze Flotte summiert sich das zu einem Posten, der die Logistik mehr als bezahlt.
Der Zustand ist selten das Problem
Gebrauchsspuren senken den Preis moderat. Ein Displaybruch kostet deutlich mehr, ein Wasserschaden am meisten. Für die Planung heißt das: Schadgeräte gesondert zählen, nicht schätzen.
Die Löschung ist kein Nebenschritt
Verantwortlich für die Daten bleibt Ihr Unternehmen. Deshalb gehört zu jedem Trade-In ein Löschprotokoll je Gerät — nicht eine Bestätigung über die Lieferung.
Rechenbeispiel
Wie sich das rechnet
Ein durchgerechneter Fall, damit die Größenordnung sichtbar wird. Die Zahlen sind ein Beispiel und keine Preisliste — Ihr Angebot hängt an Modellen, Zustand, Menge und Zeitpunkt.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Neubeschaffung 200 Smartphones (Beispielpreis 700 € je Gerät) | 140.000 € |
| Trade-In 200 Altgeräte, 3 Jahre alt, überwiegend Grade B Beispielwert 145 € je Gerät |
− 29.000 € |
| davon 12 Geräte mit Displaybruch, gesondert bewertet Beispielwert 40 € statt 145 € |
+ 1.260 € |
| Investition nach Trade-In | 112.260 € |
| Entlastung gegenüber der Beschaffung ohne Trade-In | rund 20 % |
Was das Beispiel zeigt
- Der Restwert einer laufenden Flotte ist kein Rundungsfehler, sondern ein zweistelliger Prozentanteil der Neubeschaffung.
- Schadgeräte gehören gesondert gezählt — sonst zieht der Durchschnitt die ganze Bewertung nach unten.
- Die Zahl gehört in die Budgetvorlage, nicht in die Nachbetrachtung.
Und die Umweltseite
200 weiterverwendete Smartphones vermeiden nach unserer Rechnung rund 9 Tonnen CO₂e gegenüber Neuproduktion. Für Nachhaltigkeits- berichte lässt sich das je Vorgang ausweisen.
Anfrage
Trade-In anfragen
Für ein belastbares Angebot brauchen wir Modelle und Stückzahlen. Wenn Sie eine MDM-Auswertung haben, ist das der schnellste Weg — schicken Sie sie im Anschluss an info@smd-tech.de.
Damit es zügig geht
- Modelle mit Speichergröße — bei Smartphones der größte Preisfaktor
- Anzahl Geräte mit Displaybruch oder Defekt, getrennt gezählt
- Standorte, an denen abgeholt werden soll
- Ihr Rollout-Termin, damit die Preisbindung passt
Kurz sprechen?
Bei Flotten über 500 Geräten oder mehreren Standorten klären wir die Logistik am Telefon schneller als per Formular.
Fragen
Häufig gefragt zum Trade-In
Wie lange ist ein Trade-In-Angebot gültig?
Wir binden den Preis auf einen mit Ihnen vereinbarten Zeitraum, üblicherweise bis zum geplanten Rollout-Termin. Verschiebt sich der Rollout deutlich, bewerten wir neu — das sagen wir vorher und nicht hinterher.
Was passiert, wenn der Zustand schlechter ist als angenommen?
Dann wird das Gerät einzeln neu bewertet und die Abweichung in der Abrechnung ausgewiesen — mit Kennung, damit Sie es nachvollziehen können. Pauschale Abzüge über den ganzen Posten gibt es nicht.
Können die Mitarbeiter ihr Altgerät behalten oder kaufen?
Das entscheiden Sie. Manche Unternehmen bieten Altgeräte den Mitarbeitern an und geben nur den Rest ins Trade-In. Sagen Sie uns die Stückzahl, die tatsächlich zurückkommt — wir rechnen darauf.
Müssen wir die Geräte selbst löschen?
Nein. Sie müssen sie aber aus der Geräteverwaltung und aus den Benutzerkonten entlassen — das können nur Sie. Die Löschung der Daten übernehmen wir und dokumentieren sie je Gerät.
Geht Trade-In auch bei Leasinggeräten?
Nur wenn Ihr Leasingvertrag die Übernahme erlaubt. Häufig gibt es eine Kaufoption zum Restwert, die günstiger ist als der Zweitmarktwert — dann lohnt sich Übernahme und Trade-In. Prüfen Sie den Vertrag, wir rechnen beides gegen.
Bekommen wir eine Auswertung für den Nachhaltigkeitsbericht?
Ja. Wir weisen aus, wie viele Geräte weiterverwendet und wie viele verwertet wurden, und rechnen die vermiedenen Emissionen nach dem Verfahren aus, das im CO₂-Rechner offen dokumentiert ist.
Rollout in Sicht?
Der beste Zeitpunkt für die Bewertung ist, bevor die Beschaffung beschlossen ist. Dann steht der Restwert in der Vorlage.