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Beschaffung

Support-Ende von Windows 10: was mit der Hardware passiert

3. Juni 2025· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Beschaffung

Ein Betriebssystem verliert den Support, und plötzlich stehen Millionen funktionsfähige Geräte zur Debatte. Die Entscheidung ist nicht binär.

Mit dem Ende der Unterstützung für Windows 10 im Oktober 2025 stellte sich in vielen Unternehmen dieselbe Frage: Was passiert mit den Geräten, die die Anforderungen des Nachfolgers nicht erfüllen? Die Debatte wurde meist als Entweder-oder geführt — neu kaufen oder Risiko tragen. Es gibt mehr Wege.

Warum manche Geräte nicht mitkommen

Nicht wegen fehlender Leistung. Die Hürden liegen bei Sicherheitsfunktionen der Plattform und bei der Freigabe bestimmter Prozessorgenerationen. Deshalb betrifft es Geräte, die im Alltag völlig ausreichend sind — was den Umgang damit zu einer wirtschaftlichen und nicht zu einer technischen Frage macht.

Die Wege, in der Reihenfolge der Prüfung

  1. Prüfen, ob das Gerät doch geeignet ist. Manche Geräte scheitern nur an einer Einstellung in der Firmware, die sich aktivieren lässt. Ein Test an einem Muster je Baureihe klärt das in einer Stunde für hunderte Geräte.
  2. Aufrüsten, wo es hilft. Mehr Arbeitsspeicher oder eine SSD verlängert die Nutzbarkeit deutlich und kostet einen Bruchteil eines Neugeräts. Das löst die Freigabefrage nicht, aber es verändert die Rechnung für den Zwischenweg.
  3. Verlängerte Sicherheitsaktualisierungen kaufen. Kostet Geld und kauft Zeit — sinnvoll, um einen Austausch zu entzerren statt ihn in ein Quartal zu pressen.
  4. Anderes Betriebssystem für abgegrenzte Zwecke. Für Arbeitsplätze, die im Wesentlichen Browseranwendungen nutzen, eine ernsthafte Option — die Hardware bleibt Jahre nutzbar.
  5. Austauschen und die Altgeräte in den Kreislauf geben. Wenn keiner der Wege trägt. Dann aber geordnet: bewertet, gelöscht, weiterverwendet.

Der Fehler, der Geld kostet

Alle betroffenen Geräte gleichzeitig auszutauschen und die Altgeräte einzulagern. Das erzeugt eine Beschaffungsspitze, einen Bestand, der still an Wert verliert, und einen Zweitmarkt, der zum gleichen Zeitpunkt mit denselben Modellen überschwemmt wird. Wer entzerrt, bekommt bessere Preise auf beiden Seiten.

Was die Episode gezeigt hat

Der Lebenszyklus von Firmen-Hardware wird nicht von Verschleiß bestimmt, sondern von Softwarepflege. Wer beim Einkauf nach zugesagten Aktualisierungszeiträumen fragt, plant belastbarer als jemand, der nach Garantiedauer fragt. Diese Frage gehört ab jetzt in jede Beschaffung.

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