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Gerätemanagement

MDM-Rollout in fünf Schritten

20. August 2024· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Gerätemanagement

Die meisten Einführungen scheitern nicht an der Technik, sondern an der Reihenfolge. Fünf Schritte, die sich in der Praxis bewährt haben.

Ab etwa zwanzig mobilen Geräten wird zentrale Verwaltung notwendig — nicht wegen der Bequemlichkeit, sondern weil man ohne sie im Verlustfall keine Kontrolle über die Daten hat. Die Einführung ist keine große Sache, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge macht.

1. Bestand aufnehmen

Welche Geräte gibt es, welche Betriebssystemversionen, welche Konten, wem gehören sie? Diese Liste ist meist die erste ehrliche seit Jahren, und sie ist unbequem: Es tauchen Geräte auf, die niemand vermisst hat, und Geräte fehlen, die auf der Inventarliste stehen. Genau deshalb ist dieser Schritt der wichtigste.

2. Regeln festlegen, bevor Technik gekauft wird

Was soll das System durchsetzen? Sperrcode, Verschlüsselung, Aktualisierungspflicht, Trennung privater und geschäftlicher Nutzung, Umgang mit App-Installationen. Diese Entscheidungen sind organisatorisch, nicht technisch — und wenn sie fehlen, konfiguriert später jemand nach Gefühl.

Ein Punkt, der Streit erzeugt und daher früh geklärt werden muss: Was passiert bei Verlust — Fernlöschung des ganzen Geräts oder nur des geschäftlichen Bereichs? Bei Mitarbeitergeräten ist das eine Frage, die man nicht im Ernstfall zum ersten Mal stellt.

3. Herstellerprogramme einrichten

Bevor Geräte aufgenommen werden, gehören die Programme der Hersteller eingerichtet und mit dem Verwaltungssystem verbunden. Nur so lassen sich Geräte automatisch aufnehmen und — genauso wichtig — später wieder geordnet freigeben. Wer diesen Schritt überspringt, richtet Geräte von Hand ein und kämpft Jahre später mit Sperren, die niemand lösen kann.

4. Mit einer Testgruppe anfangen

Zehn bis zwanzig Geräte, gemischt über Abteilungen, zwei Wochen. Dabei fällt auf, was in der Planung fehlte: ein Zertifikat, das nicht ausgerollt wird, eine App, die eine Ausnahme braucht, ein Profil, das die Nutzung behindert. Ein Rollout über die ganze Belegschaft mit einem solchen Fehler kostet mehr Vertrauen als Zeit.

5. Ausrollen — und den Abgang mitplanen

Beim Ausrollen ist die Kommunikation wichtiger als die Technik. Die Mitarbeiter sollten vorher wissen, was das System sieht und was nicht. Ein Satz dazu erspart zwanzig Rückfragen.

Und der Schritt, der beim Aufbau immer fehlt: das geordnete Ende. Wie wird ein Gerät entlassen, wenn es ausgemustert wird? Wer diesen Ablauf jetzt festhält, verhindert genau den Fehler, der später Restwert vernichtet.

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