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Wissen / Beschaffung

Beschaffung

Wenige Varianten, besserer Restwert

24. März 2026· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Beschaffung

Eine Entscheidung im Einkauf wirkt drei Jahre später auf den Verkaufserlös. Kaum jemand rechnet sie mit.

Beschaffung wird nach Anschaffungspreis, Leistung und Lieferzeit entschieden. Eine Größe fehlt in dieser Rechnung fast immer: was die Geräte am Ende ihres Einsatzes noch wert sind. Und diese Größe hängt stark von einer Entscheidung ab, die niemand als wirtschaftlich einordnet — der Anzahl der Varianten.

Warum Gleichteile mehr bringen

Ein Käufer, der fünfzig identische Geräte bekommt, kann kalkulieren: gleiche Prüfschritte, gleiche Ersatzteile, ein Angebot an einen Abnehmer, eine Beschreibung. Bei fünfzig verschiedenen Geräten ist jeder Vorgang ein Einzelfall. Dieser Unterschied schlägt sich im Preis nieder, und er ist größer, als man vermutet.

Dazu kommt der Zweitmarkt selbst: Gängige Modelle in gängigen Ausführungen haben mehr Nachfrage. Ein Notebook in einer ungewöhnlichen Ausstattungsvariante ist zwar hochwertiger, aber schwerer zu verkaufen — und deshalb im Ankauf nicht besser bewertet.

Wo sich Varianten still vermehren

  • Individuelle Wünsche. Jeder darf sich seine Farbe oder Speichergröße aussuchen. Freundlich gemeint, teuer im Ergebnis.
  • Rollierende Beschaffung. Jedes Quartal wird das gerade günstigste Modell gekauft. Nach zwei Jahren hat man acht Varianten.
  • Zukäufe und Übernahmen. Andere Landschaften kommen dazu und werden nicht konsolidiert.
  • Ersatzbeschaffung im Einzelfall. Ein Gerät fällt aus, es wird schnell eines gekauft — ein Modell, das sonst niemand hat.

Was hilft

Ein Katalog mit wenigen Positionen. Zwei Notebook-Varianten, zwei Smartphone-Varianten, ein Monitor. Wer mehr braucht, begründet es. Das reduziert nicht nur den späteren Restwertverlust, sondern auch Ersatzteilhaltung, Einrichtungsaufwand und Supportfälle.

Beschaffung in Losen statt fortlaufend. Zwei Bestellzeitpunkte im Jahr mit jeweils einem Modell ergeben klare Generationen — und ein Trade-In-Paket, das sich gut bewerten lässt.

Speichergröße nach oben standardisieren. Eine Größe für alle, die gehobene. Der Aufpreis beim Kauf ist moderat, der Effekt auf Nutzungsdauer und Restwert überproportional.

Die Zahl, die überzeugt

Wenn Sie beim nächsten Flottenwechsel eine Bewertung einholen, fragen Sie nach dem Unterschied zwischen einer sortenreinen und einer gemischten Liste bei gleicher Stückzahl. Diese Differenz ist das Argument für den Katalog — und sie steht in keiner Beschaffungsrichtlinie.

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