Direkt zum Inhalt
SMD GmbHIT im Kreislauf
Geräte anbieten

Wissen / Datensicherheit

Datensicherheit

Zerstören oder löschen? Eine Entscheidung mit Folgen

11. November 2025· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Datensicherheit

Schreddern klingt sicherer. Es ist aber nicht immer die bessere Wahl — und manchmal die einzige.

Wenn es um ausgemusterte Datenträger geht, wirkt physische Zerstörung wie die endgültige Antwort. Ein geschredderter Träger gibt nichts mehr her, das ist unbestreitbar. Trotzdem ist die Entscheidung nicht so einfach, wie sie aussieht.

Was für die Löschung spricht

Das Gerät bleibt erhalten. Ein gelöschtes, funktionierendes Notebook hat einen Marktwert. Ein Notebook mit geschredderter SSD hat den Wert seiner Einzelteile minus dem Aufwand für ein neues Laufwerk. Bei modernen Geräten, in denen der Speicher fest verbaut ist, kann die Zerstörung des Speichers das ganze Gerät entwerten.

Der ökologische Unterschied ist groß. Weiterverwendung vermeidet die Herstellung eines Neugeräts. Verwertung gewinnt einen Teil der Rohstoffe zurück. Zwischen beidem liegt der größere Teil der Umweltwirkung.

Nachweisbarkeit ist gegeben. Eine geprüfte Löschung mit Protokoll ist ein belastbarer Nachweis. Die Vorstellung, nur Zerstörung sei dokumentierbar, ist falsch.

Was für die Zerstörung spricht

  • Der Träger ist defekt. Was sich nicht ansprechen lässt, lässt sich nicht löschen. Dann ist Zerstörung der einzige belastbare Weg.
  • Besonders schutzbedürftige Daten. Bei Beständen, deren Offenlegung existenzbedrohend wäre, kann die Entscheidung für Zerstörung auch dann richtig sein, wenn Löschung technisch ausreichen würde. Das ist eine Risikoentscheidung, keine technische.
  • Interne Vorgaben. Manche Organisationen schreiben Zerstörung vor. Dann wird zerstört — die Diskussion gehört in die Überarbeitung der Vorgabe, nicht in den Einzelfall.

Der Mittelweg, der meist übersehen wird

Bei Geräten mit wechselbarem Laufwerk lässt sich beides verbinden: Das Laufwerk wird zerstört, das Gerät mit einem neuen Laufwerk weiterverwendet. Das kostet den Preis eines Laufwerks und erhält den Restwert des Geräts. Bei Notebooks der Geschäftsserien ist das regelmäßig die wirtschaftlichste Variante — und die, die niemand vorschlägt, weil sie mehr Abstimmung braucht als eine pauschale Regel.

Wie man entscheidet

Nach Datenkategorie, nicht nach Gerätetyp. Für die meisten Bestände in einem Unternehmen ist geprüfte Löschung mit Protokoll angemessen. Für den kleinen Anteil mit besonders sensiblen Inhalten wird zerstört. Eine pauschale Regel „alles schreddern" ist bequem und vernichtet planbar Wert.

Steht bei Ihnen etwas an?

Wir bewerten Ihren Bestand, holen ab und löschen nachweisbar. Sagen Sie uns, was Sie vorhaben.

WhatsApp