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Wissen / Refurbishment

Refurbishment

Grading verstehen: A, B, C und was dahintersteckt

11. März 2025· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Refurbishment

Zustandsklassen sind nicht genormt. Jeder Anbieter meint etwas anderes — deshalb ist die Frage nach der Definition wichtiger als die Frage nach dem Buchstaben.

Wer aufbereitete Geräte einkauft, bestellt nach Grade. Grade A klingt eindeutig. Es ist es nicht: Es gibt keine verbindliche Norm für diese Buchstaben. Was ein Anbieter A nennt, ist bei einem anderen B — und beide haben recht, weil beide ihre eigene Definition verwenden.

Woran die Klassifizierung hängt

In der Praxis wird nach Optik eingestuft, nicht nach Funktion. Die Funktion ist bei einem seriösen Anbieter in allen Klassen geprüft; sie ist Voraussetzung, kein Unterscheidungsmerkmal. Die Klasse beschreibt, was Sie beim Auspacken sehen.

Bewertet werden drei Flächen: Displayglas, Rahmen und Rückseite. Entscheidend ist, ob die schlechteste Fläche zählt oder der Gesamteindruck. Wer den Gesamteindruck bewertet, hat mehr Geräte in höheren Klassen — und mehr Reklamationen.

Die Fragen, die eine Definition entlarven

  • Zählt die schlechteste Fläche oder der Durchschnitt?
  • Aus welcher Entfernung und bei welchem Licht wird beurteilt?
  • Sind Kratzer im Displayglas in der höchsten Klasse zulässig — und wenn ja, welche?
  • Wie wird mit Dellen an Ecken umgegangen, die auf einen Sturz hindeuten?
  • Welche Mindestkapazität hat der Akku, und wird sie gemessen oder geschätzt?

Ein Anbieter, der darauf konkret antwortet, liefert vorhersehbar. Ein Anbieter, der auf „sehr guter Zustand" ausweicht, liefert Überraschungen.

Warum die Grenze zwischen A und B den meisten Ärger macht

Weil dort der Preisunterschied groß und der optische Unterschied klein ist. Ein Gerät mit einem feinen Kratzer, der bei ausgeschaltetem Display sichtbar ist und bei eingeschaltetem nicht, liegt genau auf der Grenze. Wer solche Geräte großzügig nach A einordnet, verkauft kurzfristig besser und langfristig schlechter.

Was das für Ihren Einkauf bedeutet

Erstens: Lassen Sie sich die Definition geben, schriftlich, vor der ersten Bestellung. Zweitens: Bestellen Sie beim ersten Mal ein Mustergerät, wenn eine größere Menge folgen soll. Drittens: Vergleichen Sie Preise nur bei gleicher Definition. Ein günstigeres Grade A ist kein Preisvorteil, wenn es dem B eines anderen entspricht.

Und die Klasse C?

Sie ist unterschätzt. Für Einsatzbereiche, in denen Geräte in Halterungen stecken, in Lager oder Werkstatt genutzt werden oder als Ersatzpool dienen, ist Optik zweitrangig. Wer dort Grade A kauft, bezahlt für eine Eigenschaft, die niemand sieht.

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