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Refurbishment

Akkugesundheit bei gebrauchten Smartphones

29. Juli 2025· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Refurbishment

Die angezeigte Prozentzahl ist ein Schätzwert, keine Messung. Was sie taugt, wovon sie abhängt und welche Grenze sinnvoll ist.

Bei gebrauchten Smartphones ist der Akku der Bauteil, über den am meisten gesprochen und am wenigsten gewusst wird. Die Anzeige im Betriebssystem nennt eine maximale Kapazität in Prozent. Diese Zahl ist nützlich — aber sie ist nicht das, was viele annehmen.

Wie die Zahl entsteht

Das Gerät schätzt die verbleibende Kapazität aus Ladezyklen, Spannungsverläufen und Temperaturverlauf. Es ist eine Modellrechnung, keine Messung mit einer Prüflast. Deshalb kann die Anzeige nach einem Software-Update springen, und deshalb weichen zwei Geräte mit derselben Anzeige im tatsächlichen Verhalten voneinander ab.

Nützlich ist sie trotzdem: Als Ordnungsgröße über viele Geräte hinweg ist sie belastbar. Für die Beurteilung eines einzelnen Geräts sollte man sie mit dem Ladeverhalten unter Last zusammen betrachten.

Welche Grenze sinnvoll ist

Verbreitet ist die Grenze von 80 %. Sie hat einen praktischen Grund: Darunter wird die Laufzeit im Alltag spürbar knapp, und die Hersteller stufen den Akku selbst als austauschbedürftig ein. Als Zusage beim Verkauf ist sie sinnvoll, weil sie überprüfbar ist.

Wichtig ist die Formulierung: „mindestens 80 % bei Auslieferung". Eine Zusage über die Kapazität nach sechs Monaten kann niemand einhalten, weil sie vom Nutzungsverhalten abhängt — viel Laden bei Hitze kostet mehr Kapazität als ein Jahr normaler Gebrauch.

Tauschen oder nicht?

Ein Tausch kostet Material und Arbeitszeit und lohnt sich, wenn er das Gerät in eine höhere Preisklasse hebt oder eine Reklamation vermeidet. Unterhalb der 80-Prozent-Grenze ist das fast immer der Fall. Darüber ist es meist unnötig — ein Gerät mit 87 % läuft im Bürobetrieb problemlos einen weiteren Zyklus.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Nach einem Tausch mit einem Nicht-Originalakku zeigen manche Geräte einen Hinweis auf ein unbekanntes Ersatzteil an. Für Geschäftskunden ist das ein Ärgernis, weil es beim Endnutzer Fragen erzeugt. Wer tauscht, sollte wissen, welche Teile er verwendet, und es dem Käufer sagen.

Was Sie beim Einkauf fragen sollten

  • Wird die Kapazität gemessen und je Gerät festgehalten?
  • Welche Untergrenze gilt bei Auslieferung?
  • Bei getauschten Akkus: Original- oder Ersatzteil, und wird das offengelegt?
  • Ist die gemessene Zahl auf Anfrage je Gerät verfügbar?

Wer alle vier Fragen konkret beantwortet, hat einen Prozess. Alles andere ist Gefühl.

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