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Wissen / Refurbishment

Refurbishment

Was wir an jedem Gerät prüfen

19. November 2024· 2 Minuten Lesezeit· SMD GmbH
Titelbild zum Beitrag: Refurbishment

Ein Prüfkatalog ist kein Werbeversprechen, sondern eine Arbeitsliste. Hier steht, was darauf steht — und warum manche Punkte wichtiger sind als andere.

„40-Punkte-Prüfung" steht auf vielen Angeboten. Die Zahl allein sagt nichts; entscheidend ist, welche Punkte geprüft werden und was passiert, wenn einer nicht bestanden wird. Deshalb hier der Durchgang, in der Reihenfolge, in der er auch stattfindet.

Identität und Rechtslage

Zuerst wird die Gerätekennung ausgelesen — IMEI oder Seriennummer, maschinell, nicht abgeschrieben. Danach die Prüfungen, die über alles Weitere entscheiden: Ist das Gerät als verloren oder gestohlen gemeldet? Hängt es in einer Geräteverwaltung oder einem Herstellerprogramm? Ist eine Netzsperre gesetzt?

Fällt hier etwas auf, wird das Gerät ausgesteuert und nicht weiterbearbeitet. Ein Gerät mit Sperre in die Aufbereitung zu geben, wäre verlorene Arbeitszeit.

Daten

Löschung mit zertifizierter Software, danach die Prüfung, ob sie durchgelaufen ist. Erst mit dem bestandenen Protokoll gilt das Gerät als bearbeitbar. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar — jeder weitere Schritt findet an einem leeren Gerät statt.

Technik

  • Display: Darstellung auf Pixelfehler, Flecken und Helligkeitsverlauf; Berührungsempfindlichkeit über die gesamte Fläche, nicht nur in der Mitte.
  • Kameras: alle Objektive, Autofokus, Blitz.
  • Ton: Hörer, Lautsprecher, Mikrofone — bei Smartphones häufig mehrere.
  • Tasten und Sensoren: Ein/Aus, Lautstärke, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, Lagesensor, Näherungssensor.
  • Funk: Mobilfunk, WLAN in beiden Bändern, Bluetooth, NFC, Satellitenortung.
  • Anschlüsse: Laden mit Kabel, Datenübertragung, kabelloses Laden, bei Notebooks jeder einzelne Port.
  • Energie: Akkukapazität und Ladeverhalten unter Last.

Optik

Bewertet werden Rahmen, Rückseite und Displayglas getrennt. Aus der schlechtesten dieser drei Bewertungen ergibt sich die Zustandsklasse — nicht aus dem Durchschnitt. Ein Gerät mit makellosem Rahmen und verkratztem Display ist kein Grade A.

Was passiert, wenn ein Punkt fällt

Drei Wege: reparieren, herabstufen oder aussteuern. Ein schwacher Akku wird getauscht, weil das wirtschaftlich ist. Ein tiefer Kratzer im Rahmen führt zur Herabstufung, weil er die Funktion nicht berührt. Ein Feuchtigkeitsschaden führt zur Aussteuerung, weil man ihm nicht trauen kann — auch wenn das Gerät im Moment der Prüfung läuft.

Der letzte Punkt

Am Ende steht das Gerät im Werkszustand, ohne Konto, ohne Profil, ohne Restdaten — und mit einem Prüfergebnis, das zur Gerätekennung gespeichert ist. Wenn Monate später eine Reklamation kommt, kann man nachsehen, was beim Ausgang gemessen wurde. Genau dafür ist der Aufwand da.

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